Mehr Nachhaltigkeit wagen - Teil 1 (to be continued)

Inspiriert durch die Fridays for Future Demos, den unsere Jugend erfreulicherweise angestossen hat, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie wir durch mehr Nachhaltigkeit und durch ein umweltschonenderes Verhalten zu einer besseren Umwelt und einer besseren Zukunft für zukünftige Generationen beitragen können.

Natürlich wird dies in kleinen Schritten erfolgen, aber es wird erfolgen und zwar wirklich Schritt für Schritt.

Wir haben ja auch schon nach und nach begonnen über unser Verhalten nachzudenken. Die Kaffee-To-Go-Einwegbecher waren mir schon früh ein Dorn im Auge und wurden durch Mehrwegbecher ersetzt. Wir haben einige davon, so dass wir auch unterwegs immer oder zumindest oft einen zur Hand haben.

Wenn wir in Innenstädten einen Kaffee trinken, dann unbedingt dort, wo wir ihn in spülbaren Tassen geniessen können und nicht in der Sonne aus Einwegbechern trinken müssen.

Die Kaffeekapselmaschine wurde vor Jahren bereits durch einen Kaffeevollautomaten ersetzt, der einen hervorragenden Espresso/Kaffee brüht.

Das Thema Einwegkunststoffgetränkeflaschen haben wir durch Nutzung unseres Leitungswassers größtenteils erledigt. Wir haben das Wasser prüfen lassen und uns ein Wassersprudelgerät gekauft, weil ich kohlensäurehaltiges Wasser bevorzuge.

Da unser Wäschetrockner vor einigen Wochen seinen "Geist" aufgegeben hat, versuchen wir gerade - klar, es ist Sommer - ohne den Energiefresser auszukommen.

Auf Weichspüler verzichten wir schon seit vielen Jahren.

Den Fleischkonsum haben wir vor ca. zwei Jahren deutlich eingeschränkt, da unsere Tochter Vegetarierin wurde und weil wir mit der Massentierhaltung und den auch damit einhergehenden Energiebedarf der "Fleischproduktion" nicht einverstanden sind. Wenn Fleisch dann regionales und gutes, aber auch selten. Unser Sohn bleibt weiter Fleischesser und wir essen auch noch Fleisch, versuchen es aber weitestgehend zu vermeiden. Jetzt im Urlaub haben wir in drei Wochen einmal Fleisch konsumiert. Ich muss aber zugeben, dass ich extrem gerne Matjes esse und daher wohl vorerst kein Vegetarier werden kann.

Bei Kleidung achten wir auf Baumwollkleidung, noch nicht faire Kleidung. Hier besteht noch Bedarf an Verbesserung.

Unsere Energieversorgung nutzt aktuell einen hohen Ökoanteil, ist aber - Stand heute - noch nicht von Greenpeace Energy, Naturstrom oder Lichtblick. Das werde ich in den nächsten Tagen vertraglich ändern, damit dies zum nächstmöglichen Zeitpunkt Fakt werden kann.

Dass auch Gas ökologisch produziert werden kann, war mir neu. Man kann aus ungenutzter Wind- und Sonnenergie Gas erzeugen und hat somit einen Energiespeicher.

Wir nutzen lokale Fachgeschäfte und versuchen Amazon weitestgehend zu vermeiden.

Da wir zu viele Bücher besitzen und kaum noch Platz im haben - auf jedem Stockwerk befinden sich bei uns hunderte von Büchern - sind wir vor einiger Zeit auf eBooks im epub-Format umgestiegen. Wir nutzen den Tolino-ebook-Reader und sind sehr zufrieden mit diesem System. Ich kaufe alle neuen Bücher nur noch als eBook.

Eines unserer nächsten privaten Projekte wird ein Selbstversuch in Sachen umweltverträglichem Reisen sein. Ich habe mich dazu über eine Bahncard-25 zum Einstieg informiert und da wir dieses Jahr noch Freunde in München besuchen wollen, wird das unser erster umweltverträglicherer Trip mit der Deutschen Bahn und ÖPNV und/oder Carsharing nach und in München sein.

Unsere letzten Flugreisen habe ich per atmosfair zumindest auf dem Papier kompensiert. Ja, ich weiß, das beruhigt nur das Gewissen. Besser ist es Flüge gänzlich zu vermeiden. Private Flugreisen sind für unsere Familie aber nun kurzfristig (eine ist noch fest gebucht) und für lange Zeit einfach mal tabu.

Beruflich bin ich seit sehr vielen Jahren sehr viel mit dem PKW unterwegs (aktuell ca. 50.000 km im Jahr).

Ich werde kurzfristig mit meinem Arbeitgeber abstimmen, ob ich auch mal aus dem Ruhrgebiet mit dem Zug zu unserer Niederlassung in Henstedt-Ulzburg an- und abreisen darf, um das zusätzlich mit meinen beruflichen Reisen zu beginnen. Ich bin aktuell alle zwei bis drei Wochen dort oben für drei Tage dort vor Ort. Das kann ich in spätestens zwei Wochen zum ersten Male ausprobieren.

Die Bahngeschichte starte ich - nebenbei bemerkt - als aktueller Bahnlegasteniker. Das wird ein für mich sehr spannendes Projekt. Dazu habe ich mit die Bahnapp und die Seite inside-DB schon einmal genauer angesehen.

Fazit: Meine Familie hat schon einiges begonnen. Wir stehen aber noch ganz am Anfang, aber ich denke mir, dass sich ein Umdenken und dann Handeln lohnt.